Berlinopen 2019

18 Spieler nach drei Runden mit 3 Punkten, also 100%. Das sollte sich in der 4. Runde weiter zusammen schieben, maximal können ja nur noch 9 Spieler auf 4 Punktre kommen. Aber mit den sich weiter verringernden Spielstärkedifferenzen in der Spitzengruppe ist auch mit mehr Remis zu rechnen. Davon gab es an der Spitze genau drei, so dass eben noch 6 Spieler nach der 4. Runde die 100% erreicht haben. Mit Matthias Blühbaum, Pier Luigi Basso, Jiri Stocek und Marco Baldauf, sicher Spieler, die dort oben zu erwarten waren. Aber auch der indische GM Venkataraman Karthik und besonders IM Stefan Frühbing spielen ein sehr gutes Turnier und sind berechtigter Weise in der Spitzengruppe zu finden. 

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Von den drei Remis in der Spitzengruppe geht eines auf das "Konto" von WGM Josefine Heinemann aus Sachsen-Anhalt (nebenstehendes Foto), die heute für den Schachclub OSG Baden-Baden spielt. Ihr Gegner in dieser Runde, IM Alexander Gelmann aus Russland, konnte gegen ihren Aufbau in der Partie nichts Wirkungsvolles erfinden, so dass das Remis folgerichtig war. Überhaupt spielen die Frauen in unserem Turnier nicht nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn die übergroße Menge der Spieler männlich ist und der Anteil der Fauen nur bei 5% liegt. Mit Benett Schnabel, Svetlana Tishove, Teodora Rogozenco oder Johanna Blübaum als Beispiele sind weitere starke weibliche Teilnehmer im Feld vertreten und kämpfen erfolgreich um Punkte und Platzierungen.

Böse erwischt hat es in der 4. Runde GM Rene Stern aus Berlin. In seiner Partie mit den schwarzen Steinen gegen Thomas Jahn (auch Berlin) spielte er zuerst ein riskantes Manöver, um dann in mit einem einzigen Zug die Stellung quasi wegzuwerfen. Rene selbst vermutete einen Moment der Unkonzentriertheit. Mit den 2,5 Punkten aus 4 Partien geht es für ihn wohl nur noch um eine Schadensbegrenzung, zumal sich auch in der Wertung solche Ergebisse niederschlagen. Der Gegner von Rene aus der dritten Runde schaffte es übirgens, auch in dieser Runde einem Titelträger ein Remis abzutrotzen - mit den schwarzen Figuren spielte er unentschieden gegen den IM Jonas Rosner. Mit 3 aus 4 spielt er damit weiter mit an den vorderen Brettern.

Die Zugzwang 95 Spieler kämpften wieder intensiv und konnten folgende positive Ergebnisse erreichen: Unser Nachwuchsspieler Phuc Nhat Nguyen holte seinen ersten Punkt gegen Marc Lippert. August Hohn spielte remis gegen Marian Taras, Tom Kraft remis gegen Joreon Schoonackers, Detlef Just remis gegen Hans-Werner Wirp, Dr. Karlheinz Hesselbarth ebenfalls remis gegen Christian Timm.