Pfingstopen 2019

Die beiden letzten Runden wurden am Sonntag ab 10:00 gespielt und boten wieder einiges - von Erwartetem bis zu Unerwartetem und Überraschendem. Zur vierten Runde:

An Brett 1 gewann überraschend schnell Vitalij Major gegen Karelle Bolon. Bereits nach weniger als 2 Stunden war die Partie entschieden, nachdem die französische Spielerin quasi aus der Eröffnung heraus völlig überspielt worden war. Sergej Krefenstein kam an Brett 2 nicht über ein Remis hinaus, so dass Vitalij mit einem halben Punkt Vorsprung die 5. Runde angehen konnte. 3,5 Punkte aus vier Partien erreichten auch Felix Nötzel mit seinem Sieg über den jungen Spieler aus Potsdam Tylon Milare, Stephan Bethe, der Michael Neumann besiegen konnte sowie Silvio Brandt nach dem Sieg mit Schwarz gegen Johannes Tschernatsch.

Von unseren Spieler "stach" in dieser Runde August Hohn hervor, der etwas verloren an seinem Brett saß - seine Gegnerin erschien schlicht nicht. Sebastian Bender konnte seine Partie ebenso gewinnen, wie Tom Kraft und Wilfried Meyer. Michael Milbredt schaffte eine Remis gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner.

Insgesamt wurde die vierte Runde sehr intensiv gekämpft. Nach vier Stunden liefen noch mehr als 10 Partien und die letzte endete erst nach 15:00 Uhr - weniger als eine Stunde vor Beginn der letzten Runde.

Die letzte Runde versprach einiges an Spannung, lagen doch hinter dem 100-Prozenter Vitalij Major noch vier Spieler mit nur einem halben Punkt Rückstand auf der Lauer. Allerdings war der Wertungsvorsprung zu beachten, der nach 4 Runden bereits 10 Buchholz aufwies. Aber entschieden war noch lange nchts. Wobei - es zeichnete sich sehr schnell ab, dass Vitalij seine Partie im Griff hatte. Sein Gegner Felix Nötzel hatte große Probleme das Eröffnungskonzept von Vitalij zu widerlegen und so kam er sehr schnell in Zeitnot. Nach 17 Zügen betrug seine Restzeit bereits weniger als 6 min, das ist komplizierter Stellung auch min 30s Zuschlag pro Zug kaum machbar. Und so war die Partie dann auch als eine der ersten zu Ende und Vitalij stand als Turniersieger fest. 

Der Kampf um die Plätze war da deutlich spannender, besonders die Partie an Brett zwei. Hier wurde buchstäblich bis zum letzten Bauern gekämpft und schließlich setzte sich Sergej Krefenstein durch. Da Stephan Bethe, der am dritten Brett gegen Heinz Matischka gewann, am Ende die um 0,5 Punkte schlechtere Buchholzwertung besaß, erreichte Sergej den zweiten und Stephan letztlich den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch allen.

Unsere Spieler konnten teilweise ihr Ergebnis in der letzten Runde noch einmal verbessern. So konnten Thomas Karyah, Phuc Naht Nguyen (gegen Jörg Rene Müller) und Wilfired Meyer die Partien gewinnen, Sebastian Benber und Tom Kraft trennten sich remis. Wilfried Meyer gelang dabei übrigens das Kunststück, in einem Turnier zweimal die gleiche Gegnerin zugelost zu bekommen - nachdem er die dritte Runde unglücklich verpasste wurde er in der fünften erneut gegen Agnes Luise Decker gelost, was für viele überraschend tatsächlich dem Reglemend entspricht.